Landpartie

  WORKING EQUITATION auf dem Claashof 

Aber was ist diese Working Equitation überhaupt? Eine südeuropäische Arbeitsreitweise, die sehr an die Aufgaben der Pferde in der Landwirtschaft unter anderem der spanischen Vaqueros, der südfranzösischen Gardiens mit ihren Camargue-Pferden und der italienischen Butteri angelehnt ist. Sie fasst sämtliche alten europäischen Arbeitsreitweisen zusammen, aus denen auch vor langer Zeit das Westernreiten entstanden ist. Diese Arbeitsreitweisen sind teilweise in Vergessenheit geraten, bis sich ein kleiner Kreis ihrer angenommen und sie zu einer Wettkampfdisziplin gefördert hat.


Ein Hauptbestandteil ist vor allem die Rinderarbeit – sie soll an die Arbeit der Rinderhirten auf den Campos erinnern, also wie man zum Beispiel einzelne Rinder aus einer Herde trennt, um sie zu impfen. Das ist aber  noch längst nicht alles: Die Rinderhirten haben auch mit einigen Unwegsamkeiten zu kämpfen –  sie müssen zum Beispiel in der Lage sein Tore vom Pferd aus zu öffnen und zu schließen, ohne dass ihnen ein Rind entwischt. Alles nicht so einfach!


Und was braucht man dazu? Einfach ein gut gerittenes, durchlässiges, gehorsames, versammlungsbereites aber auch wendiges Pferd, welches nach den klassischen Punkten der Ausbildungsskala geritten ist, ganz gleich welcher Rasse!Im Vordergrund stehen die Rittigkeit und der Gehorsam des Pferdes. Es wird in 4 Disziplinen geprüft: Dressur, Trail, Speedtrail und Rinderarbeit.


Das deutsche Reglement hat inzwischen vier Klassen ausgeschrieben:  Einsteiger, Anfänger, Fortgeschrittene und Master.

In Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Working Equitation findet jedes Jahr im Frühjahr auf dem Claashof ein großes

Working Equitation Turnier statt.